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Eingewöhnung von Haustieren

Haustiere und Menschen, die sich seit längerer Zeit kennen und zusammen leben, wirken oft harmonisch und zeigen sich als eingespieltes Team. Die Katze kommt bei Namensruf zum Schmusen oder Spielen, der Hund macht brav "Platz" oder bringt sein Spielzeug, die Kaninchen machen Männchen, wenn es Löwenzahn oder andere Leckerbissen gibt, die Meerschweinchen quietschen zur Begrüßung und sogar die Fische schwimmen an die Frontscheibe, wenn der Mensch die Futterdose öffnet.

So oder ähnlich wünscht man sich das auch, wenn man endlich eigene Haustiere hat. Zutraulich und aufgeschlossen sollen sie sein, die neuen Hausgenossen. Doch meistens brauchen die Tiere für die Eingewöhnung einige Zeit: für die ersten Schritte, Flügel- oder Flossenschläge im neuen Lebensraum, zur Erholung vom Transport, zum Kennen lernen der neuen Umgebung und zum Fassen von Vertrauen im Kontakt mit dem oder den Menschen sowie möglicherweise bereits vorhandenen Tieren im Haushalt.
   

Gute Eingewöhnung braucht Zeit und Vorbereitung

Geben Sie Ihren neuen Haustieren viel Zeit, um sich einzugewöhnen und überfordern Sie die Tiere am Anfang (auch später) nicht.

Wichtig ist vor allem eine gute Vorbereitung des neuen Lebensraumes, bevor die Tiere einziehen. Zum Beispiel: ein Aquarium sollten Sie bereits einige Wochen vor Einzug der Fische eingerichtet haben, damit sich eine gute Wasserqualität stabilisieren kann und Pflanzen anwachsen. Das Gleiche gilt auch für Gartenteiche oder Terrarien. Auch bei Käfig- oder Gehegetieren, ist es wichtig, dass Sie das Zubehör vor dem Tier anschaffen, um in Ruhe zum Beispiel Stäbe, Höhlen, Futter- und Wassernäpfe zu befestigen sowie Einstreu und Futter zu verteilen. Auch bei Katzen und Hunden sollten Sie Zubehör wie zum Beispiel Futter- und Trinkgefäße, Futter, Katzenklo und Katzenstreu oder Hundehalsband und Hundeleine etc. bereits vorab besorgen.

Alternativen hierzu ergeben sich dann, wenn Sie Tiere von Privatpersonen übernehmen. Oft werden die Tiere samt Zubehör und Restfutter abgegeben. Ob dies so sein wird, sollten Sie aber in jedem Fall vorab besprechen.

Die ersten Stunden im neuen Zuhause

Ein Ortswechsel vom alten ins neue Zuhause bedeutet für die meisten Tiere großen Stress. Ermöglichen Sie es den Tieren deshalb so gut wie möglich, sich nach diesen Strapazen auszuruhen und sich zu akklimatisieren.

Hier einige Beispiele:

Fische: Ich gehe mal davon aus, das Aquarium ist fertig eingerichtet und bereits mindestens 14 Tage in Betrieb. Hängen Sie den Beutel mit den Fischen erst einmal 5-10 Minuten geschlossen in das Aquarium. So kann sich die Wassertemperatur langsam angleichen. Öffnen Sie den Beutel dann vorsichtig und fixieren Sie ihn geöffnet im Becken. Nach und nach tröpfeln Sie mit kleinen Pausen etwas von dem Aquarienwasser des Beckens in den Beutel. So können sich auch die Wasserwerte langsam annähern. Nach insgesamt 20-30 Minuten können Sie die Fische in das Aquarium umsiedeln. Um das Transportwasser möglichst aus dem eigenen Becken fern zu halten, empfiehlt es sich die Fische vorsichtig mit Hilfe eines kleinen Glas- oder Plastikbechers aus der Tüte in das Aquarium zu schaffen. Anschließend erlauben Sie Ihren neuen Fischen erst einmal, sich im Aquarium zu verstecken und ein bisschen "durchzuschnaufen". Am besten lassen Sie die Fische dabei ganz in Ruhe oder setzen sich etwas entfernt zur Beobachtung. Von der Art der Fische ist es abhängig, wie lange die Tiere insgesamt zur Eingewöhnung brauchen.

Kaninchen: Ich gehe davon aus, das zukünftige Kaninchen-Zuhause ist bereits fertig eingerichtet. Wenn es die Größe des zukünftigen Käfigs oder Geheges zulässt, stellen Sie den Transportbehälter samt Kaninchen hinein und öffnen Sie diesen. Alternativ können Sie den Transportbehälter so positionieren, dass die Öffnung in den Käfig führt. Überlassen Sie es den Kaninchen, sich langsam vorwärts zu schnuppern und den Behälter zu verlassen. Am besten setzen Sie sich etwas entfernt und beobachten die ersten Schritte und Hoppler der Kaninchen. Die ersten Stunden im neuen Zuhause sollte man die Kaninchen erst einmal in Ruhe lassen. Mit der weiteren Kontaktaufnahme beginnen Sie am besten, in dem Sie sich der Kaninchenbehausung langsam und ruhig nähern und sich daneben auf den Boden setzten. Nehmen Sie dafür Leckerbissen wie zum Beispiel einige Löwenzahnblätter, Rosinen oder getrocknete Heidelbeeren, die Sie den Kaninchen anbieten. Haben Sie Geduld und warten Sie bis die Kaninchen an die Gitterstäbe kommen, um sich den Leckerbissen zu holen. Wenn das einige Male gut geklappt hat, können Sie auch schon einmal den Versuch starten, die Kaninchen zu streicheln.

Gute Eingewöhnung dauert seine Zeit

Abgesehen von besonderen Ausnahmefällen, wird die Eingewöhnung je nach Tierart einige Tage bis einige Wochen dauern. Bleiben wir einfach bei den beiden Beispielen von oben.

Die Fische werden nach und nach lernen, dass die Anwesenheit von Menschen vor dem Aquarium regelmäßig auch Fütterung bedeutet. Auch viele anfangs scheue Fische verstecken sich dann nicht mehr automatisch, sobald Sie sich dem Aquarium nähern. Ganz im Gegenteil, Fische wie zum Beispiel Lebendgebährende, Schwarmfische, Buntbarsche, sogar viele Welse und diverse andere Fischarten werden flux an die Scheibe eilen, sobald sie Sie kommen sehen. Viele Fische haben später auch keine Angst mehr, wenn Sie mit der Hand im Aquarium hantieren. Erwachsene Skalare zum Beispiel entwickeln mit der Zeit große Ausdauer dabei, zu versuchen, Ihnen eventuelle Sonnen- oder Leberflecken vom Unterarm zu picken.

Ähnlich gut kann es mit den Kaninchen klappen, wobei diese je nach Rasse und Vorgeschichte unterschiedlich zahm werden können. Schaffen Sie es, sich am Anfang den Kaninchen immer ruhig und ohne Hektik zu nähern, werden sie sich, bei entsprechendem Charakter, nach einiger Zeit gerne streicheln lassen. Mit der Zeit werden zum Beispiel in der Wohnung gehaltene Kaninchen den täglichen Auslauf auch dafür nutzen, sich Ihnen zu nähern und Streicheleinheiten oder Leckerlis einzufordern. Zutraulich gewordene Kaninchen folgen Ihnen möglicherweise auch durch die Wohnung oder laufen Ihnen vor die Füße - also bei "Kaninchenfreilauf" lieber etwas langsamer und vorsichtiger in der Wohnung bewegen.

Eingewöhnung bei verschiedenen Haustierarten

Eben beschrieben wurden zwei Beispiele unter vielen. Haben Sie eine eigene Kurzbeschreibung zur Eingewöhnung einer bestimmten Tierart zu berichten oder interessieren Sie sich für ein Eingewöhnungsbeispiel einer anderen Tierart, dann schreiben Sie uns eine E-Mail.

Leben bei Ihnen bereits andere Haustiere, ist es auch wichtig, die bereits vorhandenen und die neu hinzu gekommenen Tiere möglichst gut aneinander zu gewöhnen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter ... Tiere aneinander gewöhnen oder aktiv zum Mitmachen unter ... Forschungsprojekt: Tiere aneinander gewöhnen.
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